Ausstellung "Josef, der Träumer" |
| Veröffentlicht von Administrator (admin) am 31.05.2011 |
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Eine sehenswerte Ausstellung von leider viel zu kurzer Dauer fand vom 14. - 29. Mai 2011 im Pfarrsaal der Pfarre Böheimkirchen statt. Zehn Frauen, die schon mehrfach an Figurenkursen teilgenommen hatten, gestalteten unter der Regie von Gabriele Bernhard eine Ausstellung mit Biblischen Erzählfiguren, die in 17 Szenen die alttestamentliche Josefsgeschichte (Gen 37 - 50) anschaulich machte. Unterstützt wurden die Frauen dabei von ihren Männern, die mit viel Geschick und Verständnis die Kulissen für diese Ausstellung schufen. In einem eigenen Begleitheft zur Ausstellung wurde die Josefsgeschichte gedeutet als ein Paradebeispiel, wie Menschen in vielfacher Art und Weise aneinander schuldig werden, wie sie aber auch zur Vergebung und Versöhnung finden können.
In der Fotogalerie kannst du diese Ausstellung noch einmal auf dich wirken lassen oder dir zumindest einen kleinen Überblick verschaffen, wenn du nicht das Glück hattest diese Ausstellung selbst zu sehen.
JOSEF
Als Erstgeborener von Rahel, der Lieblingsfrau seines Vaters Jakob, genoss Josef eine Sonderstellung. Josefs Mutter Rahel war jahrelang kinderlos geblieben – ein Schicksal, das in biblischen Zeiten als Zeichen göttlichen Missfallens gewertet wurde. Sie wurde erst schwanger, als sie die Hoffnung aufgegeben hatte. Bei der Geburt sagte sie: „Gott hat die Schande von mir genommen“ (Gen 30,23). Zur Zeit der Namensgebung sprach sie: „Der Herr gebe mir noch einen anderen Sohn hinzu“ (Gen 30,24). Und sie nannte ihn Josef (hebräisch für „Zufüger“).
Josef war der elfte von zwölf Söhnen des Patriarchen Jakob. Bei Josefs Geburt beendete Jakob seinen Dienst bei seinem Schwiegervater Laban und kehrte nach Bethlehem zurück. Unterwegs verstarb Rahel, als sie Josefs Bruder Benjamin zur Welt brachte. Jakob zog seine zwölf Söhne mit seinen übrigen drei Frauen groß. Lea – die ältere Schwester von Rahel gebar ihm: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Issachar, Sebulon und Dina, Silpa – seine Magd gebar ihm: Gad und Ascher, Bilha seine Magd gebar ihm: Dan und Naftali.
Als Ältester seiner geliebten Rahel und Favorit des Patriarchen wurde Josef verwöhnt und über die älteren Brüder gestellt. Als Zeichen seines Status erhielt er ein besonderes Gewand, den knöchellangen Ärmelrock, ein Ehrenkleid, das ihn aus der Schar der Brüder hervorhebt. Gewöhnlich wird der hebräische Ausdruck dafür mit „bunter Ärmelrock“ übersetzt, die wirkliche Bedeutung ist aber ungewiss.
Die Erzählung von Bösem, von Unheil, Schuld und Sünde nimmt bis in Details in der Josefserzählung großen Raum ein. Doch spricht sie nicht von Sünde um der Sünde willen, sondern sie spricht von Sünde um der Vergebung willen.
Vergebung will als Geschenk angenommen und gelebt werden, es erfasst das Innerste des Menschen, den ganzen Menschen und schafft Erlösung.
Es geht um eine Familiengeschichte, um Neid und Hass unter Brüdern. Aber auch um Einsicht, Reue, Vergebung und Versöhnung. In der biblischen Geschichte geht es darum, dass Josef an Gott festhält und dass Gott an Josef festhält, im Erfolg und in der Erniedrigung.
(aus dem Begleitheft zur Ausstellung)
Zuletzt geändert am: 31.05.2011 um 14:31
ZurückKommentare
| Danke den GestalterInnen | von Gast am 31.05.2011 um 12:02 |
| Leider konnte ich die Ausstellung selber nicht sehen, habe aber durch die Bilder von Lisi einen starken Eindruck gewonnen. Herzlichen Glückwunsch und Dank allen Beteiligten für diese eindrucksvolle Gestaltung! Hans Waltersdorfer |
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